Definition von Reiki
Reiki beschreibt ein ganzheitliches, energetisches Heilverfahren aus der Alternativmedizin, bei dem durch das gezielte Auflegen der Hände eine feinstoffliche Kraft übertragen werden soll. Die Methode basiert auf der Annahme, dass durch den menschlichen Körper sowie das gesamte Universum eine unsichtbare Lebenskraft fließt. Begründet wurde dieses System in den 1920er-Jahren in Japan von dem Gelehrten Mikao Usui.
Der Begriff selbst ist ein Kofferwort aus zwei japanischen Schriftzeichen: „Rei“ steht für das allumfassende Ganze, die Seele oder das Universum, während „Ki“ die persönliche Lebenskraft beziehungsweise die innere Energie bezeichnet (äquivalent zum Chi in der chinesischen Tradition). Zusammengesetzt beschreibt Reiki somit eine „universelle Lebensenergie“.
Die tragenden Säulen und Mechanismen der Reiki-Lehre
Die Praxis baut auf einem spezifischen Welt- und Körperbild auf, das sich in mehreren zentralen Punkten äußert:
Die Rolle des Behandlers:
Ein Reiki-Praktizierender versteht sich selbst nicht als Erzeuger der Heilenergie, sondern lediglich als neutraler Kanal. Er nimmt die kosmische Energie auf und leitet sie über seine Handflächen an den Empfänger weiter, ohne dabei seine eigene persönliche Energie zu verbrauchen.
Das Konzept der Selbstregulation:
Der Fluss der Energie richtet sich laut der Lehre nach dem Bedarf des Empfängers. Die Energie sucht sich selbstständig den Weg zu den Regionen im Körper oder Geist, an denen Defizite oder Blockaden vorliegen.
Harmonisierung von Körper und Geist:
Das Verfahren zielt darauf ab, die körpereigenen Selbstheilungskräfte anzuregen. Es geht primär um die Auflösung von Energieblockaden, um Stress abzubauen, emotionale Verspannungen zu lösen und ein inneres Gleichgewicht wiederherzustellen.
Das Ausbildungssystem:
Die Fähigkeit, Reiki zu kanalisieren, wird nicht durch klassisches Studium erworben. Stattdessen erfolgt die Weitergabe über spirituelle Einweihungen (Attunements)
durch einen Reiki-Meister, die traditionell in verschiedene Grade (vom Anfänger bis zum Lehrer) unterteilt sind.
In der modernen Wissenschaft und Schulmedizin wird Reiki differenziert, aber kritisch betrachtet:
Der Faktor Mensch (Zuwendung): Klinische Studien zeigen, dass Reiki-Behandlungen oft zu einer tiefen Entspannung, Blutdrucksenkung und Schmerzlinderung führen. Forscher schreiben diese spürbaren Effekte jedoch der intensiven Ruhe, der menschlichen Zuwendung zu. Die Berührungen und das Setting senken nachweislich das Stresshormon Cortisol.
Reiki besitzt keine Anerkennung als eigenständige Heilmethode zur Heilung von Krankheiten. Es wird jedoch zunehmend als komplementäre (ergänzende) Maßnahme geschätzt. In einigen internationalen Krankenhäusern wird es begleitend zur Schulmedizin eingesetzt, um beispielsweise Krebspatienten während einer Chemotherapie psychisch zu entlasten oder die Schmerztoleranz nach Operationen zu verbessern.
Die Methode wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Japan von Mikao Usui entwickelt. Das Wort „Reiki“ stammt aus dem Japanischen: „Rei“ bedeutet universell, geistig, allumfassend, und „Ki“ steht für Lebensenergie — dieselbe Kraft, die im Chinesischen „Chi“ und im Sanskrit „Prana“ heißt.
Reiki ist eine sanfte Methode des Handauflegens, bei der wir als Kanal für diese universelle Lebensenergie dienen. Es ist keine Religion und verlangt keinen bestimmten Glauben — Reiki wirkt unabhängig von Weltanschauung.